31.12.2017

Hamburg – Die Neuverfilmung von „Dinner for One“ sorgt weiterhin für Aufregung. Nur wenige Kritiker finden Gefallen an der Version des Regisseurs J. J. Abrams, vor allem die Explosion zu Beginn würde nicht recht in die übrige Dramaturgie passen.

Bereits die Verpflichtung des Amerikaners stand in der Kritik, ist Dinner for One doch, nach Star Trek und Star Wars, bereits das dritte Franchise, an dem sich Abrams versucht.
„Aus einer surrealistischen Farce voll kalauernder Trivialität macht Adams eine Art Buddy-Film im Speisezimmer“, sagt der bekannte Filmkritiker Fritz Barthels. „Eine schrille Kopfgeburt. Ein möchtegern-avantgardistischer Scheißdreck!“

Eine Explosion

Gerade in der Mitte unterbrechen häufige Explosionen den Fortgang der Story

Die Deutsch-Amerikanische Produktion findet auch international wenig Anerkennung. Benedict Cumberbatch (Sherlock) lege seinem James eine dermaßen unharmonisch trällernde Griesgrämigkeit in die Mundwinkel, dass niemand auf die Idee käme, über dessen Missgeschicke zu lachen. Vielmehr ducke man sich instinktiv im Fernsehsessel, um seinem zornigen Blick aus dem Weg zu gehen.
An seiner Seite, die wohl unvermeidliche Hannelore Elsner (Die Lümmel von der ersten Bank), als gealterte Miss Sophie kommt ein wenig besser weg. Sie wirke „sehr authentisch“ (New York Times).

Allseits Anerkennung findet dagegen das Bühnenbild, noch entworfen vom inzwischen verstorbene HR Giger (Alien). Auch der häufige Einsatz von Lens-Flares als Running Gag bei jedem Trinkspruch könne überzeugen.
Den Vorwurf, dass die Kosten aus dem Ruder laufen, kann die ARD indes nicht nachvollziehen. Sollte die Neuverfilmung ähnlich oft wiederholt werden wie das Original, hätte man die Kosten irgendwann wieder drin.


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