Paris – Der islamistische Terror hat in Europa mit ernsten Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Die Karriereaussichten sind gering, das Renommee des Berufes bei Menschen mit klarem Verstand katastrophal. Entsprechend sind Bewerber meist „nicht der hellste Kaftan am Bügel“, wie der Islamwissenschaftler Jul Abdul-Hakim Kanaan betont.

Aber jetzt kommt es wohl noch schlimmer. Das größte Pfund im Kampf um den Nachwuchs, die Aussicht auf 72 Jungfrauen im Paradies, wankt. Schuld sind die Ergebnisse einer neuen Studie islamwissenschaftlicher Verbände.

„Zuerst einmal: eigentlich steht ja nicht mal die genaue Zahl fest“, erklärt Kanaan, „72 soll so viel heißen wie ‚ordentlich viel‘. Aber ordentlich viel von was, das ist die Frage. Den explizit erwähnt ist die konkrete Spezies ebenfalls nirgends im Koran.“

So sei bereits in früheren Jahrhunderten diskutiert worden, ob es sich nicht vielleicht um 72 frische Trauben handeln könnte und das ganze Konzept folglich einen viel kulinarischeren Einschlag hätte. „Sie können sich vorstellen, welch Auswirkungen dies hätte. Man bringt andere Leute um, hofft auf eine Horde williger Frauen aber sitzt stattdessen vor einer Schüssel Obst.“

Es könnte ursprünglich also eine allgemeinere Jungfräulichkeit gemeint gewesen sein. Im Lauf der Jahrhunderte wurde dies immer weiter ausgeschmückt, bis man sich schließlich auf junge menschliche Frauen eingeschossen hat.

„Warum genau, bleibt mysteriös“, so Kanaan.

Gegen tatsächliche Frauen spräche nämlich auch, dass entsprechende Wesen keine Menstruationsbeschwerden hätten, keine Schmerzen oder sonstigen menschlichen Bedürfnisse.
„Dies könnte nach Meinung der Wissenschaftler auf eine Art Puppe, Stein oder auf ostsibirische Stachelmakaken hinweisen“, erklärt Kanaan, „ganz sicher aber nicht auf Menschen.“

Die vermeintlich komfortable, jenseitige Situation eines Selbstmordattentäter könnte sich also schnell als Rohrkrepierer erweisen. „Als ziemlich unendlichen Rohrkrepierer“, so Kanaan. „Aber wer der Meinung ist, Gott würde es gefallen, wenn man Menschen umbringt, hat wahrscheinlich nichts anders verdient.“


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